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Israelitischer Friedhof in Oldendorf I. südlich des Glockenberges.
Jüngst setzt´ich nieder den Wanderstab An einem verfallenen Hügelgrab. Rings stießmein Fuß auf kiesgestein Und Urnenscherben und bleichen Gebien. Und als ich seitwerts wandte den Blick, Ich prallte vor Staunen schier zurück: Dort ragte aus Heide und sand´gem Moor Vier steinerne Gräbermale hervor. Neugierig scheu trat ich heran Und schaute der Steine Inschrift an: Hebräisch! - Hier fanden aus irrer Hast Israels ruhlose Söne Rast. Hier Judäer, dort der Hühnenheld! Es trieb sie hinaus in die weite Welt. Vom fernen Ost, über Land und Meer, Wehen sie, hier zu vermodern her. Das Leben trennt sie klaffend weit Und Glaube und Sitte und Raum und Zeit, Der über Raum und Zeit hat macht, Der Tod, er hat sie zusammengebracht.
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GPS N 52°53´14.8” E 010°26´50.3”
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Geschrieben 1875 auf dem Fastenberg von Gottlieb Müller - Suderburg
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